Wie komme ich  zu meinem persönlichen zivilen Schutzhund ?

 

Also zuerst muss man sich darüber im Klaren sein, das ein echter Schutzhund gefährlich ist, für alles was er nicht zum Rudel zählt. Ein starker Hund lehnt sich auch hin und wieder gegen den eigenen Herrn auf, gibt sich auch nicht mit dem untersten Rang im Rudel oder in der Familie zu frieden. Man kann nur eins haben, einen Schutzhund oder einen Familien und Begleithund. Jeder Hund verfügt über einen natürlichen Schutztrieb gegenüber seinem Rudel. Jetzt kommt man an dem Punkt  wo man genau wissen muss, ob dieser genetisch veranlagte Schutztrieb des Hundes reicht, oder ob man einen Hund haben will der vorab keine Nähe von fremden Menschen gegenüber sich und seinem Herrn oder Rudel zulässt und sofort bei Nähe von Fremden durch sein Hüteinstinkt  ein Droh oder Wehrverhalten zeigt ? Ab jetzt sprechen wir über einen zivilen gefährlichen Schutzhund , der sein Territorium  und Rudel kompromisslos verteidigt, auch wenn Menschen mit alltäglichen Anliegen im Leben  an Sie oder Ihr Grundstück gelangen wollen.  Der natürliche Schutztrieb eines sozialen Malinois setzt ein, wenn er merkt das sein Herr Angst bekommt, oder körperlich angegangen wird. Der Hüteinstinkt  eines asozialen Malinois kommt ohne Reizlage , er duldet erst mal keine  Nähe von Fremden. Man sollte noch wissen, das es eher unmöglich und gefährlich ist für Anfänger so einen Hund ab dem 8. Monat in der Öffentlichkeit zu führen. Ein Malinois der so agieren soll , muss vom Wesen her Hüteinstinkt , Misstrauen , Wehr und Kampftrieb mitbringen. Diese Eigenschaften hat der Malinois im Ursprung als Hirten und Hütehund  eigentlich gehabt. Ich spreche daher hier vom echten Malinois, ein wahrer, kein trainierter  Schutzhund. Der Züchter in Deutschland der in einem Zuchtverband mit Papieren unter sportlichen Aspekten züchtet, kann mit diesen genetischen Eigenschaften nichts anfangen. Er muss mit seinen Hunden vor der sportlichen Schutzhundeprüfung oder Körung (Zuchtvoraussetzung)  , eine Begleithundeprüfung sowie Wesensprüfung bestehen. Ein Hund mit Hüteinstinkt , Misstrauen , Wehr und Kampftrieb würde sich in so einer Wesensprüfung oder Begleithundeprüfung auffällig zeigen und daher nicht bestehen. Er dürfte also gar nicht an einer sportlichen Schutzhundeprüfung teilnehmen. Daher kommt auch der Spruch: Papiere beißen nicht "wirklich". Also  hat man dem Malinois im Hundesport  in den letzten Jahren in Deutschland diese Eigenschaften abgezüchtet und mehr und mehr Wert auf einen enormen Beutetrieb gelegt, den er ja im sportlichen Schutzdienst braucht. Malinois die im Dienst einer Behörde, z. B. Polizei oder Bundeswehr stehen, bauchen natürlich  keine Wesensprüfung oder Begleithundeprüfung ablegen. Wer also einen "echten Malinois" haben will, sollte sich nicht an Züchter aus deutschen Zuchtverbänden bedienen. Ich würde immer empfehlen einen Hund als Welpen zu kaufen. Es eigenen sind Welpen aus Verpaarungen von Diensthunden die z.B.  bei: Polizei,  Bundeswehr ,Zoll, im Dienst als Schutzhunde eingesetzt werden. Sollten Sie auf Welpenanzeigen stoßen wo die spätere Eignung für Sport und Dienst hingewiesen wird, dient das nur der Täuschung von unerfahrenen  Welpenkäufern. Ich kenne keinen Diensthundeführer der heute noch einen Hund aus einer Sportzucht  gezogen besitzt und im Dienst führt.  Eine weitere Möglichkeit ist sich an Züchter zu wenden, deren Welpen aus reinen alten belgischen Blutlinien  stammen. Diese Malinois werden in der Regel größer und kompakter und es wird eigentlich immer darauf hingewiesen das die Welpen aus diesen Blutlinien stammen und bringen alles dafür mit. Sie zeigen sich, ruhiger, gesetzter aber auch ernsthafter. Sagen Sie immer das Sie keinen sozialen Hund suchen .Das ist kein Verbrechen. Ihnen liegt sehr viel Wert auf eine enge Bindung zum späteren Hund, er sollte Misstrauen und Hüteinstinkt mitbringen. Nachdem der Welpe eingezogen ist, wird nicht  in die Hundeschule zur Welpenprägung  gefahren. Sie prägen den Hund nur auf sich und die Familie. Bis zum 4. Monat können Sie den Hund Freunden und Bekannten zeigen. Lassen Sie den Welpen nie in den Arm oder auf den Schoß von diesen Menschen. Zeigen Sie ihn nur, kurz streicheln ist ok, NIEMALS Futter aus fremder Hand. Sie erhalten ein genetisch angelegtes gesundes  Misstrauen  vom Welpen-Junghund  gegenüber fremden Menschen. Nach der Zahnung, ab dem 5. Monat streichelt und spricht den Hund niemand mehr an, außer der  Hundehalter und Familie . Wenn Ihnen wichtig ist das der Hund weiterhin Umgang mit anderen Hunden hat, lassen Sie die Hunde immer alleine spielen. Bei der Welpenprägung in den meisten Hundeschulen, spielen die Hunde fast immer zwischen Menschen, die auch noch Futter in den Taschen haben und ohne zu fragen ob es einem überhaupt recht ist, ihren Hund für ein schlechtes Verhalten mit Leckerlies belohnen. Ist die Prägung abgeschlossen, mit dem 6. Monat sollten Sie sich langsam darauf einstellen, das es höchste Zeit wird, das niemand mehr einfach so Ihr Grundstück oder Ihr Haus betreten kann. Kommt Besuch ,der Hund zeigt keine Reaktion sperren Sie den Hund  ohne Worte zügig in den Zwinger. Spätestens  dann wird er, wenn er bis dahin noch Besucher geduldet hat, keine Besucher mehr dulden. Denken Sie immer daran das Sie für Ihren Hund haften, auch wenn er fremde Menschen beißt , die sich trotz Warnung , auch durch das Übersteigen des Zaunes Zugang zu ihrem Grundstück verschaffen. In der Regel traut sich das aber niemand mehr , ab dem 06. Lebensmonat Ihres Hundes. Sie können sich also immer sicher sein, wenn der Hund draußen wacht, klingelt es nicht an der Tür, besser Sie montieren den Klingelknopf vor dem Grundstückstor genau wie den Postkasten. Wenn Ihr Hund gewünschtes Verhalten fremden Menschen gegenüber am Tor zeigt, loben Sie ihn. Geben Sie Ihm ein Leckerlie, spielen Sie mit Ihm oder streicheln Sie ihn. Wollen Sie diesen Menschen Zutritt gewähren, lassen Sie Sie so lange warten bis Sie den Hund ausreichen für sein Verhalten gelobt haben und ihn sicher  angeleint oder in den Zwinger gebracht haben. Der Hund wird im Verhalten bestärkt. Im Alter kommen richtige Aggressionen dazu und Sie haben einen wunderbaren Wachhund der Schutz bietet. Vergessen Sie nicht, das der Hund nicht unterscheiden kann, wer Freund oder Feind, wer gern gesehen ist, wer nicht. Wenn man nur will das der Hund nachts das Grundstück beschützt, lässt man ihn einfach am Tage im Zwinger.  Natürlich sprechen wir bis jetzt noch nicht über einen Schutzhund den man gezielt einsetzen kann, eher vom Wachhund der Schutz bietet. Dieses kann man aber nicht auf einer Homepage erklären, dazu gehört viel Wissen und Erfahrung im Umgang mit Gebrauchshunden. Außerdem würde ich mich strafbar machen, wenn ich hier eine Anleitung zur Aufzucht einer Waffe mit Fell beschreibe. Das ist auch gar nicht mein Wille und in meinem Sinne , das normale  Menschen so einen Hund besitzen .Ich finde nur das jeder das Recht hat, sein Eigentum mit einem Hund zu schützen. Ich brauchte vor Jahren ein Wachhund für mein Grundstück. Mein erster Malinois Rüde bekam ich mit Papieren aus einer Sporthundezucht. Er zeigte sich als Wachhund eher ungeeignet. Er tötete zwar Katzen, jagde  Hirsche und Rehe. Also Beute und Jagdtrieb waren vorhanden. Am Zaun machte er auch eine riesen Theater wenn Menschen vorbei fuhren, oder kamen. Doch es war eher das "hol mich hier raus , ich will mit dir spielen Gebelle" und nicht das hau ab, sonst beiß ich dich Gebelle. Es hat gereicht um ahnungslose Hundemenschen vom Hof fern zu halten, doch Leute die diesen Hund kannten wussten, das Sie so das Grundstück betreten konnten, weil der Hund sobald Sie einen Fuß hinter die Schwelle gebracht haben, ihn streicheln konnten und er sich darüber freute.Ich vermiise Ihn trotzdem :-) Oftmals  reicht auch die Anwesenheit eines Hundes um Sicherheit auszustrahlen. Das A und O ist es eine enge Bindung zum Hund aufzubauen, wenn das erreicht ist, wird er immer an Ihrer Seite bleiben, sich nicht für andere Dinge interessieren die unwichtig sind. Der nächste Rüde kam aus einer reinen alten belgischen Blutlinie, ohne Papiere. Ein Hütehund mit Misstrauen, wo der Wehrtrieb , Beutetrieb gleich auf sind. Dieser Hund lässt nicht mal meinen besten menschlichen Freund an mich heran .Er hat schnell begriffen wer in der Familie lebt und dazu gehört und wer nicht. Dieser Hund ist vom Trieb her, besser gelagert , hat gesunde Nerven und ist im sportlichen Schutzdienst, wie im zivilen Schutzdienst belastbarer und kompromissloser. Für mich also auch ohne Papiere sehr wertvoll. Das wirr wieder beim Thema "Wert" sind. Ein Malinois steigt im Alter , mit zunehmender Ausbildung an Wert. Kaufen Sie einen Welpen mit DMC Papieren für 800€, bilden Ihn aber nicht aus, wird sich sein Wert auch nicht erhöhen. Mit dem Kauf eines Welpen mit Papieren unterstützen Sie den jeweiligen Zuchtverband und seine Ausrichtung. Haben Sie einen gut veranlagten Welpen für 500 € ohne Papiere gekauft, bilden Sie ihn im Grundgehorsam aus, fördern Ihn in der Veranlagung  so kann man bei dem Verkauf an eine Behörde für den Hund im Alter zwischen 12-18 Monaten einen Preis zwischen 2000 und 3500 € bekommen. Behörden zahlen für einen  Welpen im Ankauf maximal 400 €. Da deutsche Züchter für Ihre Mali Welpen mit Papieren mindestens 600 € haben müssen, liegt es auf der Hand nicht den Gebrauchshund für die Behörde zu züchten, also eher den sozialen , sauberen gut veranlagten Sporthund mit übertriebenen Beutetrieb.